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Schwierige Zeiten für BP, Chevron & Co

| Quelle: DER AKTIONÄR

Die Ölpreise sind am Dienstag von zwei Seiten in die Zange genommen worden und auf dreimonatige Tiefstände gefallen. Zum einen belasteten neue Corona-Ängste, zum anderen dämpfte ein stärkerer US-Dollar die Nachfrage. Daher knickten Brent- und WTI-Öl deutlich ein, was wiederum die Kurse von Energieriesen wie BP oder Chevron belastet.

Für Verunsicherung sorgten zum einen Bemerkungen von Stephane Bancel, Chef des US-Pharmakonzerns Moderna. In einem Zeitungsinterview äußerte Bancel die Erwartung, dass die Corona-Impfstoffe deutlich weniger wirksam gegen die neu entdeckte Omikron-Variante seien. Zudem dürfte es Monate dauern, bis die Produzenten angepasste Impfstoffe in nennenswertem Umfang herstellen könnten. Schon in der Vergangenheit hatten die Erdölpreise auf schlechte Corona-Nachrichten meist mit Preisabschlägen reagiert, da eine trübere Corona-Lage in der Regel mit konjunktureller Belastung und weniger Rohölverbrauch einhergeht.

Verstärkt wurden die Preisabschläge durch Äußerungen aus den Reihen der US-Notenbank Fed. Deren Chef Jerome Powell signalisierte die Möglichkeit einer rascheren Straffung der Geldpolitik. Der US-Dollar legte daraufhin spürbar zu, was Erdöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums teurer werden lässt. Der Rohstoff wird in der US-Währung gehandelt, weshalb sich Öl für Nachfrager aus anderen Währungsräumen im Falle einer Dollar-Aufwertung verteuert.

Mit Material von dpa-AFX

Thorsten Küfner



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