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Sportwetten in den USA endlich legal – und somit auch für Investoren interessant!

| Quelle: FIN

Es ist der große Durchbruch für eine gesamte Branche, die schon lange Zeit existiert, allerdings niemals auf rechtlich legalem Boden agierte. Trotzdem wurden mit Sportwetten in den USA in den letzten Jahren Millionenbeträge umgesetzt, vermutlich liegt die Dunkelziffer auf dem Schwarzmarkt noch weitaus höher. Damit soll nun aber Schluss sein. Der Supreme Court ebnete bereits Mitte 2017 den Weg zur Legalisierung privater Sportwettenanbieter in den USA. Seither steigen die offiziellen Umsatzzahlen rasant an – und auch die Aktienkurse legen zu.

Der Sportwettenmarkt in Europa wächst seit Jahren unaufhörlich. Dass die noch vor einigen Jahren in Verruf stehende Branche mittlerweile salonfähig geworden ist, zeigt beispielsweise ein Blick auf die wachsende Zahl der Online-Sportwettenanbieter – und den Fußball. Große Vereine in Deutschland, England oder auch Spanien werden von Sportwettenanbietern gesponsert, in Österreich ist die höchste Fußballliga sogar nach einem Sportwettenanbieter benannt, beim FC Bayern wird derselbe Online-Buchmacher als „Premium Partner“ vorgestellt.

Aber auch aufgrund der Digitalisierung sind Sportwetten heutzutage ein Glücksspiel für jedermann. Statistiken belegen, dass hierzulande Menschen aller Altersklassen immer häufiger Wetten auf ihre Lieblingsmannschaft platzieren – dank mobiler Apps auf dem Smartphone und simplen Online-Bezahldiensten wie PayPal ist dies auch kein allzu großes Problem mehr.

Liberalisierung ja, Legalisierung nur in Teilen

Dennoch agieren viele Sportwettenanbieter zumindest in Deutschland noch in einer rechtlichen Grauzone. Noch immer hat es das Land nicht geschafft, die Liberalisierung des Sportwettenmarktes rechtlich zu statuieren, doch auch dies bleibt wohl nur eine Frage der Zeit, auch weil Casino-Aktien es mittlerweile schon an die Börse geschafft haben.

Da wundert es fast, dass in den USA, einem Land mit deutlich höherem Marktpotential, Spotwetten bis vor Kurzem noch gänzlich verboten waren. Lediglich in Nevada und vor allem natürlich im bekannten Glücksspielparadies Las Vegas galt eine Ausnahme. Zukünftig wird Las Vegas sein Alleinstellungsmerkmal aber verlieren.

Denn das 16 Jahre gültige Gesetz „PASP“ (Professional and Amateur Sports Protection Act), das Sportwetten untersagte, wurde nun vom höchsten US-amerikanischen Gericht gekippt. Vorausgegangen war eine Klage des Bundesstaates New Jersey, das bereits seit langer Zeit versucht, Sportwetten in Atlantic City zu legalisieren. Nach dem Gerichtsurteil werden die US-amerikanischen Bundesstaaten fortan selbst entscheiden können, ob sie Sportwetten in ihrem Staat erlauben wollen oder nicht.

Sportwettenanbieter locken Investoren an

Mittlerweile sind seit dem Urteilsspruch des Supreme Court auch die ersten Zahlen aufgetaucht. Die New York Post veröffentlichte jüngst die ersten Umsatzzahlen aus New Jersey. Seit Sportwetten in den USA legalisiert wurden, sind allein in diesem Bundesstaat über 600 Millionen US-Dollar umgesetzt worden.

Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2017 insgesamt knapp über 7,6 Milliarden Euro auf Sportwetten gesetzt. Angesichts der Größe des US-amerikanischen Marktes und den noch anstehenden Entscheidungen einzelner Bundesstaaten zur Liberalisierung von Sportwetten auf ihrem Terrain dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis in den USA neue Umsatzrekorde geknackt werden.

 

 

Experten sind sich sicher: Nach der Entscheidung des Supreme Court werden Unternehmen der Sportwettenbranche und auch die US-amerikanische Wirtschaft profitieren.

 

Und bei derart aussichtsreichen Entwicklungen dürfte es nicht wundern, dass Sportwettenanbieter in den USA auch für Investoren interessant werden. Direkt nach dem Urteilsspruch sind beispielsweise die Aktienkurse börsennotierter europäischer Wettanbieter schlagartig nach oben geklettert. Wettanbieter wie William Hill oder auch Paddy Power Betfair konnten Kurssteigerungen von teils 16 Prozent verzeichnen.

In den USA profitierten unmittelbar vor allem Casinos und Pferderennbahnen, die jenseits des Atlantiks vor allem mit Sportwetten in Verbindung gebracht werden. So konnte unter anderem die Casino-Aktie von MGM erfreuliche Kurssteigerungen verzeichnen, beim Rennbahnbetreiber Churchill Downs war sogar ein Kursgewinn von vier Prozent möglich.

Ob diese Entwicklung anhalten wird, bleibt natürlich abzuwarten, auch weil, wie erwähnt, noch längst nicht in allen Bundesstaaten geklärt ist, inwieweit sich private Wettanbieter zukünftig auf dem US-amerikanischen Markt bewegen und Sportwetten anbieten dürfen. Experten gehen allerdings davon aus, dass Sportwetten in naher Zukunft in weit über 30 US-amerikanischen Bundesstaaten erlaubt sein werden. Sollte dies tatsächlich passieren, ist auch mit weiteren Kursanstiegen zu rechnen. Es bleibt spannend.

Bildquelle: MarkThomas / Pixabay.com

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