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TUI: Zuversicht allein reicht nicht aus

| Quelle: finanztreff

Trotz steigender Corona-Zahlen und schwächelnder Nachfrage ist die Zuversicht deutscher Reiseveranstalter nach zwei Krisen-Jahren ungebrochen. An der Börse nimmt man von diesem Optimismus aber kaum Notiz, wie der Abwärtstrend der TUI-Aktie zeigt.

Deutschlands zweitgrößter Reisekonzern DER Touristik erwartet aktuell keine nachhaltigen Bremseffekte wegen der zugespitzten Corona-Lage. Zwar hätten sich die Buchungseingänge seit einigen Tagen etwas abgeschwächt. Doch "die Phase der Zurückhaltung wird nur kurz sein", zeigt sich Ingo Burmester, DER Touristik-Zentraleuropachef zuversichtlich.

Die Buchungseingänge der letzten Wochen hätten deutlich gezeigt, dass der Reisewunsch ungebrochen hoch sei. "Wir rechnen mit einem nachfragestarken Sommer 2022 und hoffen, dass er ungefähr wieder das Vorkrisenniveau erreicht."

Auch Branchenprimus TUI geht davon aus, dass im nächsten Sommer "ganz oder annähernd" das Vorkrisenniveau aus 2019 in Sicht ist. "Wir sind optimistisch, dass wir nächstes Jahr zur Normalität zurückkehren können", sagte Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert Anfang der Woche. Speziell für Mittelmeer-Ziele in Spanien, der Türkei oder Griechenland gelte: "All das, was wir an Vorausbuchungen sehen, ist sehr ermutigend".

Nicht überall herrscht Optimismus

"Wir stellen uns auf ein weiteres schwieriges Jahr ein", auch wenn das Licht am Ende des Tunnels heller werde, sagte der Präsident des Reiseverbands DRV, Norbert Fiebig, Ende Oktober. Aus seiner Sicht dürfte die Branche das Vorkrisenniveau frühestens erst 2023 in etwa wieder erreichen.

Das macht die Aktie von TUI

Auch an der Börse üben sich die Anleger eher in Zurückhaltung. Auch am Mittwoch muss sich die TUI-Aktie +3,98% mit einem Minus von zuletzt 0,4 Prozent abfinden. Der sich beschleunigende Abwärtstrend hält damit an und die Aktie bewegt sich weiter in Richtung ihres 52-Wochen-Tiefs aus dem Dezember bei 2,00 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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