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Volkswagen: Lichtblick Elektromobilität

| Quelle: finanztreff

Der Nachfragerückgang durch die Corona-Krise hat Volkswagen 2020 einen kräftigen Dämpfer verpasst. Insbesondere in Westeuropa und bei den schweren Nutzfahrzeugen brachen die Verkäufe ein – bei den E-Fahrzeugen geht es aber voran.

Insgesamt sanken die Auslieferungen der weltgrößten Autogruppe um 15,2 Prozent auf rund 9,3 Millionen Fahrzeuge. Besonders schwach waren die Auslieferungen in Westeuropa mit einer Abnahme um fast 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im wichtigsten Markt China einschließlich Hongkong (minus 9,1 Prozent) kamen die VW-Marken etwas glimpflicher davon.

Elektrofahrzeuge mit Wachstum

Deutliche Zuwächse gab es bei Autos mit alternativen Antrieben: Für reine Elektrofahrzeuge meldete der Konzern 2020 mehr als eine Verdreifachung auf knapp 232.000 Stück, bei Plug-in-Hybriden eine Steigerung um 175 Prozent auf über 190.000 Exemplare. Manche Marktbeobachter hatten allerdings mit einem noch rascheren Hochlauf gerechnet.

Die meistverkauften reinen E-Autos waren 2020 der neue VW ID.3, der Audi e-tron und die elektrische Version des VW Golf. Bei den Hybriden führten VW Passat, Audi Q5 und Porsche Cayenne die Liste an. Nach Angaben von Konzernchef Herbert Diess kommen demnächst zehn weitere E-Modelle aus fünf Marken auf die Straße.

Übersicht über einzelne Marken

Die Hauptmarke Volkswagen Pkw verlor im Corona-Jahr 2020 weltweit 15,1 Prozent, Audi 8,3, Skoda 19,1 und Seat sogar 25,6 Prozent. Bei Porsche gingen die Auslieferungen um 3,1 Prozent zurück. Das Luxusgeschäft war - wie in anderen Branchen - nicht so stark vom Konsumeinbruch betroffen.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen rund um den VW-Bus oder Caddy ging es dagegen um beinahe ein Viertel (24,4 Prozent) abwärts. Die schweren Nutzfahrzeuge von Scania (minus 27,5 Prozent) und MAN (minus 17,3 Prozent) erwischte es ebenfalls stark – ihr Absatz ist in hohem Maß direkt von der allgemeinen Industriekonjunktur abhängig, die sich 2020 abschwächte.

Die Erholung läuft

Bis zum Dezember stabilisierte sich die Situation auf Teilen des Automarkts etwas. Im letzten Monat des abgelaufenen Jahres verbuchte Volkswagen konzern- und weltweit verglichen mit dem Dezember 2019 noch ein Minus von 3,2 Prozent. In Westeuropa, Nordamerika und Nahost/Afrika nahmen die Verkäufe zuletzt auch schon wieder zu.

Das macht die Aktie von Volkswagen

Die Erholung läuft – doch Analysten beklagen noch immer die durch schwache Absatzzahlen gesunkene Marktkapitalisierung einiger VW-Marken. Der jüngste Abwärtstrend der Volkswagen-Aktie +0,35% hält am Mittwoch mit einem Minus von rund einem Prozent auf 144,52 Euro an. Die 90-Tage-Linie bei rund 143 Euro und die Horizontale bei 140 Euro sorgen für Unterstützung.

Mit Material von dpaAFX.
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