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Vorteile nutzen, Nachteile kennen

| Quelle: BIALLO

Rürup-Rente



Rürup-Renten bieten Steuervorteile. In Jahr 2020 stieg die Förderhöchstgrenze auf 25.046 Euro (Ehepaare 50.092 Euro). Davon sind maximal 90 Prozent absetzbar. Dies ist für Gutverdiener mit einem höheren Steuersatz und für die Generation 50plus, die wenig Zeit bis zum Rentenbeginn hat und entsprechend hohe Beiträge leisten möchte, durchaus interessant.



Fördervolumen innerhalb der Familie verteilen




Investiert man in diesem Jahr beispielsweise 10.000 Euro, so sind davon 9.000 Euro steuerlich absetzbar. Beim aktuellen Spitzensteuersatz von 46,12 Prozent (inklusive Soli und Kirchensteuer in Höhe von acht Prozent) erhält man 4.151 Euro als Steuerersparnis zurück. Ein nutzbarer Aspekt ist, dass die Basisrente von jedem abgeschlossen werden kann. „Somit lässt sich das Fördervolumen familienintern geschickt verteilen, zum Beispiel auch an die Ehefrau“, sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher.



Rürup-Verträge sind unflexibel



Aber auch das sollte man vor einem Vertragsabschluss beachten: Ein bedeutender Fakt bei einem Rürup-Vertrag ist der starre, eingebaute Verwertungsverzicht. Ein einmal unterschriebener Vertrag ist weder übertragbar, verpfändbar, beleihbar noch kündbar – und das bis zum Laufzeitende. Auch sieht eine neu abgeschlossene Rürup-Rente bei Vertragsende als Auszahlungsoption nur eine lebenslange Rente vor, abrufbar frühestens ab dem 62. Lebensjahr. Eine Kapitalauszahlung der angesparten Summe zu Rentenbeginn ist nicht möglich.



Steuerpflicht in der Rentenphase



„Einen Teil der gewährten Steuervorteile holt sich der Staat dann in der Rentenphase wieder zurück“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Dieser steuerpflichtige Teil der Rürup-Rente ist mit dem individuellen Steuersatz zu veranlagen. Da in der Rentenphase in der Regel der persönliche Steuersatz jedoch niedriger ist als in der Ansparphase, bleibt dies ein gutes Geschäft.


Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.
Foto: Andrii Yalanskyi / Shutterstock.com



Quelle: Biallo & Team GmbH
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