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Wirecard-Innovation: Zahlen durch Hand-Auflegen

| Quelle: finanztreff

Wirecard hat eine innovative Zahlungsmöglichkeit vorgestellt. Künftig können Verbraucher durch Handauflegen bezahlen. Das smarte Bezahlsystem wird das Wirecard-Portfolio im Bereich biometrischer Zahlungen erweitern und ermöglicht ein schnelles, komfortables Zahlen ohne weitere proprietäre Infrastruktur, also auch kein Smartphone – eine Methode, die in Zukunft traditionelle Kassen ablösen könnte.

Verbraucher können künftig schnell und einfach per Handflächen-Scan zahlen. Damit ergänzt Wirecard sein im Jahr 2018 vorgestelltes Internet-of-Things-Regal auf Gesichtserkennungsbasis und zeigt einmal mehr, wie das Einkaufs- und Bezahlerlebnis zukünftig aussehen kann.

Die neue Lösung ist nicht nur für den Einsatz im Einzelhandel geeignet, sondern bietet sich auch für die Zutrittskontrolle auf Events wie Musik-Festivals und Sportveranstaltungen oder im Mobilitätsbereich wie im öffentlichen Nahverkehr oder am Flughafen an, heißt es in einer Mitteilung von Wirecard. Verbraucher erleben ein nahtloses, digitales Payment-Erlebnis und können unterwegs komplett auf ihren Geldbeutel und sogar auf ihr Smartphone verzichten. 

Kritik auf der HV

Auf der Hauptversammlung am Dienstag gab es neben der Aussicht auf ein Rekord-Halbjahres-Ergebnis aber auch viel Kritik der Anteilsinhaber. Nach wiederholten Kursstürzen bei der Aktie des Zahlungsdienstleisters haben beunruhigte Aktionäre und Investoren ihrem Ärger Luft gemacht. Mehrere Aktionärsvertreter forderten unter dem Beifall der rund 1.500 angereisten Aktionäre mehr Erklärungen und eine bessere Kommunikation von Vorstandschef Markus Braun und seinen Kollegen. "Mein Vorwurf ist die fehlende Transparenz", sagte etwa Daniela Bergdolt vom Aktionärsverein Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. "Sie müssen informieren, sie müssen eine unabhängige Prüfung einleiten und die Ergebnisse veröffentlichen."

Braun sagte zu, bei der Kommunikation wolle das Unternehmen Verbesserungen einführen. Grundlegend wollte er aber das rund laufende Geschäft in den Vordergrund rücken. Das Unternehmen steuere auf ein "absolutes Rekordhalbjahr" zu, sagte Braun. Das Unternehmen gewinne zunehmend große Kunden hinzu. Im ersten Halbjahr habe sich das Wachstum noch einmal beschleunigen können. Die laufenden Gewinnprognosen bestätigte der Manager, der mit sieben Prozent auch größter Einzelaktionär ist.

Softbank-Wandelanleihe kann kommen

Die Wirecard-Aktionäre ebneten der Beteiligung des japanischen Technologiekonerns Softbank an dem Zahlungsdienstleister den Weg. Die geplante Wandelanleihe, die das Dax-Unternehmen an Softbank ausgeben will, wurde mit einer Zustimmungsrate von gut 99 Prozent durchgewunken. Die Anleihe im Volumen von 900 Millionen Euro wird Softbank in Wirecard-Anteile somit wandeln können und letztlich mit etwa 5,6 Prozent an dem Konzern beteiligt sein.

Mithilfe von Softbank will der Zahlungsdienstleister seine Expansion nach Japan und Südkorea vorantreiben. Außerdem wird Wirecard mit Softbank-Gesellschaften bei Themen wie digitale Zahlungen und digitale Kreditvergabe zusammenarbeiten.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat daraufhin die Einstufung für Wirecard <DE0007472060> auf "Buy" mit einem Kursziel von 240 Euro belassen. Dank der strategischen Partnerschaft mit Softbank sollten sich weiterere Wachstumspotenziale erschließen, schrieb Analyst Robin Brass in einer Studie. Diese umfassten den Marktzugang zu Japan und Südkorea und die Entwicklung neuer Produktlösungen.

Auch die DZ Bank stuft Wirecard optimistisch ein. Die Analysten haben den fairen Wert je Wirecard-Aktie <DE0007472060> von 158,20 Euro auf 185,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Zahlungsabwickler habe auf der Hauptversammlung den Wachstumskurs bekräftigt und die Vision 2025 bestätigt, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer Studie. Das mittelfristige Potenzial scheine höher zu sein, als bislang von ihm angenommen. Er habe daher die Schätzungen ab 2020 erhöht.

Wirecard-Aktien <DE0007472060> büßten am Mittwoch etwas an Terrain ein und rutschten zeitweise unter 152 Euro ab. Ein Teil des Kursrückgangs beruht auf den Dividendenabschlag in Höhe von 0,20 Euro.

mmr mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Wirecard (in Euro, Xetra)

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