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XETRA-SCHLUSS/DAX schließt unter 13.000 - Wirecard verlassen Indizes

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit leichten Verlusten geschlossen. Bessere US-Arbeitsmarktdaten stützten nicht. Für Zurückhaltung sorgten die anhaltenden Unsicherheiten um ein neues US-Konjunkturpaket. Der Handel war derweil geprägt von einem letzten Aufbäumen der Berichtssaison, die den Ton in den Einzelaktien angab. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 12.994 Punkte.

Die Tage der Wirecard-Aktie (minus 10,6 Prozent) in den Indizes in der DAX-Familie sind gezählt. Insolvente Unternehmen müssen künftig die DAX-Auswahl-Indizes kurzfristig verlassen. Das hat der Indexanbieter Stoxx am Mittwochabend mitgeteilt. Nach den neuen Regeln werden insolvente Unternehmen mit einer Frist von zwei Handelstagen aus den DAX-Auswahlindizes genommen. Die Regeln treten am 19. August in Kraft. Nachfolger dürften Delivery Hero werden.

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Deutsche Telekom mit guter Entwicklung in Deutschland
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Die Aktien der Deutschen Telekom schlossen 1,3 Prozent fester. Das zweite Quartal verlief laut Jefferies sehr gut, besonders in Deutschland, wo der Druck auf die Mobiltelefonie aufgrund von Covid-19 durch gute Umsätze im Festnetzbereich mehr als kompensiert worden sei.

Mit einem Plus von 4,0 Prozent wurden die Halbjahreszahlen von United Internet im Handel honoriert. Trotz der Coronavirus-Krise wurde der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,2 Prozent gesteigert. Das entsprechende EBIT sprang sogar um 11,4 Prozent nach oben. Die Corona-Effekte bremsten das Wachstum zwar im Konsumentenbereich, wirkten aber positiv bei den Firmenkunden. Für 1&1 Drillisch ging es nach Zahlen um 6,5 Prozent nach oben.

Der Energieversorger RWE hat nach Abschluss der Eon-Transaktion im ersten Halbjahr 2020 erwartungsgemäß mehr verdient. Bis auf das Segment Energiehandel legten alle Sparten operativ zu. Für das operative Ergebnis im Gesamtjahr wird RWE zuversichtlicher, mit der Aktie ging es um 2,6 Prozent aufwärts.

Aurelius haussierten mit Aufschlägen von 15,9 Prozent. "Die waren komplett unterbewertet", sagte ein Händler mit Blick auf die Halbjahreszahlen. Denn im ersten Halbjahr habe ein EBITDA von 258 Millionen Euro realisiert werden können, während es im Vergleichszeitraum vor einem Jahr nur knapp 54 Millionen Euro waren.

Nach roten Zahlen im abgelaufenen Quartal rechnet Thyssenkrupp (minus 16,3 Prozent) kurzfristig nicht mit einer schnellen Erholung. Wie Jefferies anmerkte, impliziert beim Ausblick die konservativere Einschätzung einen Rückgang der Konsenserwartungen für das bereinigte EBIT um rund 10 Prozent.

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Thermo-Fisher-Gebot für Qiagen scheitert
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Nach dem Scheitern der Übernahme-Offerte durch Thermo Fisher verloren Qiagen nach volatilem Geschäft nur leicht um 0,8 Prozent. Nur 47 Prozent der Qiagen-Aktien wurden zum Verkauf angeboten - was deutlich unter der Annahmeschwelle von 66,6 Prozent liegt. Wirklich überraschend war der ausgebliebene Kurscrash nicht. Zum einen hatte sich ein Scheitern zuletzt zunehmend abgezeichnet. Zum anderen, und wesentlich wichtiger, wird nun spekuliert, dass neue Interessenten auf den Plan treten dürften.

Mit 19 Prozent Plus feierte der Markt die Zahlen von SMA Solar. Das Unternehmen zeigte sich nur marginal betroffen von der Coronakrise. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis wurden im ersten Quartal deutlich gesteigert. Knorr-Bremse verloren 3,9 Prozent - hier scheidet der CEO wegen "tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten" aus. K+S büßten dagegen nach Zahlen 9,3 Prozent ein.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 60,1 (Vortag: 62,4) Millionen Aktien im Wert von rund 2,26 (Vortag: 2,69) Milliarden Euro. Es gab vier Kursgewinner und 26 -verlierer.

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INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD
DAX 12.993,71 -0,50% -1,93%
DAX-Future 12.983,00 -0,60% -0,66%
XDAX 12.988,37 -0,68% -1,11%
MDAX 27.707,71 -0,26% -2,14%
TecDAX 3.123,00 +0,60% +3,58%
SDAX 12.578,10 +0,34% +0,53%
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 175,65 -73
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

August 13, 2020 11:55 ET (15:55 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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