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12. Was sind Digitalwährungen?

Digitalwährungen oder auch Kryptowährungen sind eine neue Ära in der Geschichte des Zahlungsverkehrs. Sie existieren nur virtuell, sind also eigentlich genau das, was der Name sagt, rein digital. Ohne Computer würden diese Währungen nicht existieren. Eine Kryptowährung heißt so, weil sie auf Verschlüsselung (Kryptographie) basiert. Einen wirklichen materiellen Wert besitzt sie nicht; der Wert entsteht dadurch, dass sie von vielen Menschen als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Kryptowährungen werden dezentral durch ein Computernetzwerk der Nutzer geschöpft und verwaltet.

Die Idee der virtuellen Währung gibt es seit Ende der 1970er Jahre. Schon damals wurde von drei Studenten ein Algorithmus entwickelt, der Daten verschlüsselt bzw. Daten digital signiert. Allerdings zielte dieser Algorithmus aber noch nicht auf die dezentrale Erstellung einer Währung ab. Später gab es aber sogar eine auf diesem Algorithmus basierende Währung – den ecash. Diese Währung wurde tatsächlich von einigen Banken genutzt, setzte sich allerdings nicht durch.

Die Idee der heutigen digitalen Währung stammt aus dem Jahr 1998 von Wei Dai, einem Computer-Ingenieur.

Der Bitcoin war dann die erste sogenannte Kryptowährung. Sie wurde im Jahr 2008 von Satoshi Nakamoto geschaffen. Wer das ist und wer oder was sich hinter diesem Namen verbirgt, ist nicht bekannt. Diese digitale Währung wurde entwickelt, um ein Zahlungsmittel unabhängig von Banken und staatlichen Regularien zu schaffen. Und damit kam sie zu Zeiten der globalen Finanzkrise im Jahr 2008, bei der das Vertrauen in Banken schwand, gerade recht und beflügelte die Entwicklung der Digitalwährungen.

Die Meinungen zu den virtuellen Währungen gehen auseinander. Zum einen hat sich hier ein komplett neuer Wirtschaftszweig gegründet, was viele positiv sehen, zum anderen werden die neuen Währungen misstrauisch beäugt, da sie die Grundfeste des derzeit bestehenden Finanzsystems erschüttern könnten. Die Bundesbank steht dem digitalen Geld daher auch eher skeptisch gegenüber, gerade weil die Volatilität sehr groß ist.

Ende 2017 hatte der Bitcoin einen Höhenflug an der Börse. Der Hype endete für viele Anleger, die auch ein Stück der Torte abhaben wollten, allerdings schmerzhaft, da es zu großen Wertschwankungen kam.

Allerdings ist der <a href="http://waehrungen.finanztreff.de/devisen_einzelkurs_uebersicht.htn?i=23883360">Bitcoin</a> nur der prominenteste Vertreter der <a href="http://www.finanztreff.de/kryptowaehrungen/">Kryptowährungen</a>. Es gibt inzwischen weit über 1.500 dieser digitalen Währungen. Hier seien als Beispiele nur Ripple, NEM, Ethereum, Litecoin, IOTA und Bitcoin Cash genannt. Auch seltsame Kryptobezeichnungen gibt es. ACUTE-ANGLE-CLO, ALL-SPORTS, INCAKOIN, MOIN, MOLECULAR-FUTUR, MONKEY-PROJECT, MONSTER-BYTE, um nur einige zu nennen.

Um mit einer digitalen Währung bezahlen zu können, muss man eine digitale Brieftasche, Wallet, nutzen. Es gibt sie ausgedruckt, online oder als USB-Stick. Das Zahlungsmittel ist dort nicht direkt enthalten, , sondern die Schlüssel, mit deren Hilfe man Zugriff auf die Coins erhält.
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